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Kollagenosen und Systemerkrankungen

Synonyme

entzündliche Systemerkrankungen

Unter dem Begriff Kollagenosen werden Autoimmunerkrankungen zusammengefasst, die durch eine systemische Entzündungsreaktion sowie vielfältige Organbeteiligungen charakterisiert sind. Es lassen sich häufig Autoantikörper nachweisen; außerdem finden sich labormäßige Zeichen der Entzündung und mehr oder weniger ausgeprägte Allgemeinsymptome.
Es bestehen in wechselnder Ausprägung Allgemeinsymptome als Zeichen der systemischen Entzündung.
Die Patienten leiden unter Fieber oder subfebrilen Temperaturen, Müdigkeit, Mattigkeit und Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust. Häufig findet man auch eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit.
Die weiteren Symptome sind dann bereits mehr oder weniger spezifisch für eine bestimmte Erkrankung.
Auffallend sind zumeist die erhöhten Entzündungswerte - BSG und CRP, wobei zwischen den einzelnen Erkrankungen Unterschiede hinsichtlich der Ausprägung bestehen. Des Weiteren findet man meist antinukleäre Antikörper (ANA). Die Bestimmung der Subsets kann dann mitunter eine genauere Zuordnung zu einer bestimmten Erkrankung ermöglichen. Laborwerte sind aber alleine nie ausreichend für das Stellen der Diagnose. Vielmehr kommt es auf eine Zusammenschau von Anamnese, Klinik und vorliegenden Untersuchungsbefunden an.
Die notwendigen diagnostischen, bildgebenden Untersuchungen unterscheiden sich je nach vorliegender Erkrankung und der suspizierten Organ-Beteiligung.
Zumeist lassen sich Kollagenosen aufgrund der Anamnese und Klinik relativ leicht von anderen Systemerkrankungen differenzieren. Als wichtige Differentialdiagnosen müssen chronische Infekte und Malignome abgegrenzt werden.

Die notwendige Therapie unterscheidet sich je nach Grunderkrankung. Als "Notfallsmedikament" bei jeder vital bedrohlichen Systemerkrankung - nach Ausschluss einer Infektion - kommen Glukokortikoide zum Einsatz. Die weitere, notwendige immunsuppressive Therapie muss dann an die vorliegenden Untersuchungsergebnisse angepasst werden.