Rheuma Erkrankungen nach Alphabet

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Alters-RA

Die Alters-Polyarthritis ist definiert als eine RA mit Beginn nach dem 60.Lebensjahr.
Trotz adäquater Therapie ist die Prognose ungünstig - bei 50% der Patienten bestehen nach 5-jähriger Krankheitsdauer deutliche bis schwere funktionelle Behinderungen.
Das Verhältnis Männer: Frauen ist 1:1,25 - damit ist die Alters-RA bei Männern und Frauen annähernd gleich häufig. Per Definition sind nur ältere Menschen, jenseits des 60.Lebensjahres, betroffen.
Der Beginn ist bei 1/3 der Patienten akut mit einem Auftreten des Vollbildes innerhalb weniger Tage. Zu Beginn besteht am häufigsten eine asymmetrische oder unilaterale Mon- oder Oligoarthritis mit einer Bevorzugung der großen Gelenke, wobei besonders bei Männern die Schultergelenke und die Handgelenke initial betroffen sind.
Der weitere Verlauf ist remittierend und progressiv mit rascher und ausgeprägter Muskelatrophie und dem Auftreten von Gelenkskontrakturen. Auch finden sich meist ausgeprägte Allgemeinsymptome, so dass im Initialstadium große ƒhnlichkeiten mit einer Polymyalgia rheumatica bestehen.
Die BSG ist meist deutlich erhöht (>60mm/h), und die Anämie ist meist stärker ausgeprägt. RF finden sich seltener. Häufig findet sich auch eine Leukozytose.
Röntgenuntersuchungen betroffener Gelenke zeigen ein Nebeneinander von altersbedingten, degenerativen und erosiv-arthritischen Veränderungen.
Die Therapie unterscheidet sich nicht von derjenigen bei "klassischer RA". Es muss jedoch vermehrt auf begleitende Erkrankungen geachtet werden.