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RS3PE-Syndrom

Synonyme

Remitting seronegative symmetric synovitis with pitting edema
Das RS3PE-Syndrom gehört zu den seltenen entzündlichen Gelenkserkrankungen im Alter. Ob es sich um eine Sonderform der RA handelt ist unklar.
Die Prognose ist günstig - meist kommt es innerhalb von 3 Monaten bis 3 Jahren zum Auftreten einer Spontanremission.
Es überwiegt das männliche Geschlecht, mit einem Altersgipfel im 70.Lebensjahr (48-86 Jahre).
Klinisch präsentieren sich die Patienten mit einer meist akut aufgetretenen, beidseitigen, massiven Schwellung der Handrücken, wodurch eine Synovitis der Hand- und Fingergelenke maskiert wird. Das ÷dem ist eindrückbar und zeigt eine prompte Besserung auf Glukokortikoide und NSAR. Weitere betroffene Gelenke sind die MTP- und kleinen Zehengelenke, die Ellbogen-, Schulter-, Hüft-, Knie- und Knöchelgelenke.
Typisch sind auch eine spontane Remission innerhalb von 3 Monaten bis 3 Jahren und das Fehlen von Destruktionen der betroffenen Gelenke.
Beim RS3PE-Syndrom findet man eine Erhöhung der BSG; agglutinierende RF fehlen.
Röntgenuntersuchungen betroffener Gelenke zeigen degenerative Veränderungen (altersentsprechender Befund); die Arthritis selbst verläuft nicht-destruierend.
Eine Polymyalgia rheumatica und eine chronische Polyarthritis können aufgrund der typischen Klinik eigentlich immer ausgeschlossen werden.

Das RS3PE-Syndrom spricht meist umgehend auf Glukokortikoide und NSAR an.
Bei Nichtansprechen ist an die Möglichkeit einer paraneoplastischen Arthritis zu denken und eine entsprechende Tumorsuche einzuleiten.